Internationaler Tag der Portugiesischen Sprache

Portugiesisch wird von mehr als 265 Millionen Menschen gesprochen und ist damit eine der verbreitetsten Sprachen der Welt und die meistgesprochene auf der Südhalbkugel. Im Jahr 2019 erklärte die UNESCO den 5. Mai offiziell zum Tag der portugiesischen Sprache, der seither in aller Welt gefeiert wird.
In Deutschland wird der 5. Mai mit einem umfangreichen Programm begangen, das u.a. Debatten, literarische und wissenschaftliche Veranstaltungen sowie ein Filmfestival umfasst.
Nachfolgend finden Sie Informationen zu der Veranstaltung in der Brasilianischen Botschaft in Berlin.
14:00-15:30 – Runder Tisch „Eine Reise durch die portugiesischsprachige Literatur”
Dr. Luísa Coelho – Lektorin für Portugiesisch, Humboldt-Universität zu Berlin
Paula Macedo Weiss – Schriftstellerin, Kuratorin, Juristin
Prof. Dr. Susanne Klengel – Professorin am Lateinamerika-Institut der Freien Universität Berlin
Moderation: Prof. Dr. Sérgio Costa – Professor am Lateinamerika-Institut der Freien Universität Berlin
In diesem Gespräch werden die Teilnehmerinnen über die Forschungsarbeiten sprechen, die sie über diverse Themen rund um die portugiesischsprachige Literatur unternommen haben, und einen Überblick über die Studien in diesem Bereich geben
15:30-16:00 – Kaffeepause
16:00-17:30 – Runder Tisch „Sprache, Erinnerung und Literatur”
Carla Bessa – Schriftstellerin, Übersetzerin, Theaterregisseurin und Schauspielerin
Prof. Dr. Flávio Aguiar – Schriftsteller, Übersetzer, Journalist und Professor an der Universidade de São Paulo/Brasilien
Prof. Dr. Guiomar de Grammont – Schriftstellerin, Philosophin, Kuratorin und Professorin an der Bundesuniversität Ouro Preto/Brasilien
João Almino – Schriftsteller und Diplomat
Moderation: Rafael Cardoso – Kunsthistoriker und Schriftsteller
Die pluralistische und labyrinthische Erinnerung entsteht durch Überlagerung von Raum- und Zeitebenen. Wenn jede Interpretation der Vergangenheit stets auch eine Lesart der Gegenwart ist, gilt dies für die Literatur umso mehr, denn sie entsteht in ihrer Mehrdeutigkeit und Vielschichtigkeit oft aus Lücken und der Stille. Als eine Kraft, die die Welt deuten kann, kann das fiktionale Schreiben historisch zum Schweigen gebrachten Gruppen, die vom hegemonialen Diskurs bezwungen und vergessen wurden, eine Stimme geben. Es sind diese Stimmen, die in der literarischen Arbeit der Teilnehmer dieses Runden Tisches zum Vorschein kommen, die durch ihr fiktionales Werk über das Brasilien der Gegenwart reflektieren.
Fr. 5. Mai 2023
14:00 bis 17:30 Uhr
Brasilianische Botschaft
Wallstraße 57, 10179 Berlin
Eintritt frei, Anmeldung erforderlich:
cultural.berlim@itamaraty.gov.br