Vorführung des Dokumentarfilms „Saravá Shalom | Synagogue of Ancestral Commitments“

- Divulgação
Die Brasilianische Botschaft in Berlin freut sich, zur Vorführung des Dokumentarfilms “Saravá Shalom | Synagogue of Ancestral Commitments” des Regisseurs Alex Minkin mit anschließender Podiumsdiskussion einladen zu können.
Die Veranstaltung wird in Partnerschaft mit dem Institut für Jüdische Theologie (Universität Potsdam) und der NGO Ticún Brasil durchgeführt, die sich der Kunst, der Spiritualität und dem Freiwilligendienst widmet.
Donnerstag, 19. Juni 2025
19:00 (Einlass 18:30)
Eintritt frei | Anmeldung erforderlich über den LINK
Beschränkte Platzzahl!
Brasilianische Botschaft
Wallstraße 57, 10179 Berlin
Über den Dokumentarfilm:
Saravá Shalom | Synagogue of Ancestral Commitments
2025 • 97 min • Brasilien / USA / Portugal • Regie: Alex Minkin
Film in portugiesischer Sprache mit englischen Untertiteln
Der Dokumentarfilm begleitet den brasilianischen Künstler André Feitosa auf der Suche nach seinen afrikanischen, indigenen und jüdischen Wurzeln. Nachdem er entdeckt hatte, dass seine Familie von versklavten Völkern und Juden abstammt, die während der Inquisition zur Konversion gezwungen wurden, forscht André in historischen Archiven nach und setzt, nachdem er dort nicht fündig wird, seine Suche in afro-brasilianischen Tempeln fort.
Das Narrativ durchschreitet verschiedene symbolische Territorien: von den Heiligen Bergen in Südbrasilien bis zum Sertão des Nordostens, von einem jüdisch-spiritistischen Zentrum in Rio de Janeiro bis zu einem Platz der Inquisition in Portugal, und baut dabei Brücken zwischen scheinbar weit voneinander entfernten Kulturen und Orten der Diaspora.
Die innovative Doku enthüllt die wenig bekannte Zwiesprache zwischen dem Judentum und afro-brasilianischen Religionen wie Umbanda und Candomblé, dabei betont sie gemeinsame Traditionen und vertieft das Verständnis für die kulturelle Diversität Brasiliens.
Trailer und weitere Informationen: Saravá Shalom
Podiumsdiskussion auf Portugiesisch und Englisch
Nach dem Film gibt es ein Gespräch mit dem Regisseur Alex Minkin und Prof. Dr. Jonathan Schorsch (Direktor des Instituts für Jüdische Theologie, Universität Potsdam). Die Debatte nimmt sich des interkulturellen Dialogs zwischen jüdischen und afro-brasilianischen Traditionen an und beleuchtet Themen wie Identität, Diaspora und die Bedeutung der spirituellen und kulturellen Diversität im heutigen Brasilien.
- Alex Minkin ist visueller Anthropologe, Leiter der NGO Ticún Brasil und Produzent des Dokumentarfilms Urban Orishas (2022) über brasilianische Spiritualität in New York.
- Jonathan Schorsch ist Autor mehrerer Bücher über historische Interaktionen zwischen Juden und Afrikanern wie Hidden Lives of Jews and Africans (2019) und Jews and Blacks in the Early Modern World (2004).
Die brasilianische Botschaft in Berlin möchte die Öffentlichkeit dazu einladen, über die spirituellen und weit zurückreichenden Begegnungen nachzudenken, welche die kulturelle Identität Brasiliens prägen.